Bauernverband: Weitere Maßnahmen gegen Wolfs-Ausbreitung

Bauernverband: Weitere Maßnahmen gegen Wolfs-Ausbreitung

Die Pläne von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zum einfacheren Abschuss von Wölfen reichen dem Bauernverband nicht aus. Es müssten zwingend weitere Schritte folgen, sagte der stellvertretende Generalsekretär, Udo Hemmerling, am Montag. Nötig sei «eine nationale numerische Grenze», die auch regional eingehalten werden solle. In bestimmten Gebieten müssten Wolfs-Ansiedlungen wegen der Besiedelung, wegen des Tourismus oder zum Sichern der Weidetierhaltung auf Dauer verhindert werden. Allein mit Zaunbau und anderen Maßnahmen zum Herdenschutz sei keine Koexistenz von Wölfen und Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und Wildtieren auf der Weide zu erreichen.

Wolf

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Bauernverband fordert weitere Maßnahmen gegen Wolfs-Ausbreitung. Foto: Swen Pförtner

Schulze hat vorgeschlagen, den Abschuss von Wölfen künftig zu erlauben, wenn sie «ernsten» landwirtschaftlichen Schaden anrichten, etwa indem sie Schafe reißen. Bisher ist im Naturschutzgesetz von «erheblichen» Schäden die Rede, was nach Darstellung des Umweltministeriums existenzbedrohend meint. Mit der Änderung könnten dann etwa auch Hobbyschäfer Entschädigungen erhalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. März 2019 16:40 Uhr

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