Knabe-Rauswurf könnte bald U-Ausschuss beschäftigen

Knabe-Rauswurf könnte bald U-Ausschuss beschäftigen

Der Rauswurf des langjährigen Direktors der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, könnte bald einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beschäftigen. In einer Debatte des Berliner Abgeordnetenhauses machten am Donnerstag alle Oppositionsfraktionen klar, dass sie zur Aufklärung der Hintergründe ein solches Gremium für nötig halten. Allerdings wurde auch deutlich, dass es zwischen CDU, AfD und FDP noch erheblichen Dissens über den genauen Untersuchungsauftrag gibt. Das Thema soll in einer der nächsten Sitzungen des Parlaments wieder aufgerufen werden.

Hubertus Knabe

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Hubertus Knabe. Foto: Paul Zinken/Archiv

Die rot-rot-grüne Koalition lehnte das Vorhaben als «politische Inszenierung» ab. Allerdings kann die Opposition den Ausschuss allein einsetzen, wenn sie geschlossen dafür stimmt. Sie äußerte die Vermutung, Knabe sei im Vorjahr aus politischen Gründen gefeuert worden. Offiziell wurde seine Abberufung damit begründet, dass er nicht entschieden genug gegen sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen durch seinen Stellvertreter vorgegangen sein soll. Knabe bestreitet das.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Februar 2019 12:10 Uhr

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