Dregger kritisiert «kostenintensive Asylwirtschaft»

Dregger kritisiert «kostenintensive Asylwirtschaft»

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, fordert eine grundsätzliche Abkehr von der bisherigen Asyl- und Zuwanderungspolitik in Deutschland. «Wir leisten uns derzeit ein völlig ineffizientes Zuwanderungsverfahren und eine kostenintensive Asylwirtschaft, die keinem hilft, am wenigsten den afrikanischen Migranten», sagte Dregger dem Berliner «Tagesspiegel» (Freitag).

«Es ist doch völlig sinnlos, jährlich Zehntausende Migranten durch langwierige und aussichtslose Asylverfahren zu schleusen», meinte der CDU-Politiker. «So darf es nicht weitergehen.» Statt der Symptome müssten die Ursachen von Migration bekämpft werden.
«Ich will das Grundrecht auf Asyl nicht antasten», versicherte Dregger, der zuletzt eine Reise nach Mali und Senegal unternahm. Aber: «Nicht nur die Maghreb-Staaten, 90 Prozent der afrikanischen Staaten sind sicher. Es gibt dort keine politische Verfolgung und keinen Bürgerkrieg.» In der Folge hätten 90 Prozent der Asylanträge keinen Erfolg.
Der rot-rot-grünen Koalition in Berlin warf Dregger eine falsche Prioritätensetzung vor. «Der Senat ruft ja bei jeder Gelegenheit HIER, wenn es darum geht, Menschen von den Booten im Mittelmeer aufzunehmen.» Ziel müsse es aber sein, «vor Ort Perspektiven zu schaffen und die Menschen davon abzuhalten, ihr Leben zu riskieren.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Februar 2019 10:40 Uhr

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