Geisel gegen Beteiligung des Fußballs an Kosten

Geisel gegen Beteiligung des Fußballs an Kosten

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) will Fußballvereine nicht an den Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. «Ich werde den Vereinen keine Rechnung stellen», sagte Geisel dem in Berlin erscheinenden «Tagesspiegel» (Mittwoch). «Sport sollte gefördert werden - und nicht belastet. Ein Verein in der 1. Liga könnte sowas vielleicht noch bezahlen, aber was ist mit den unteren Ligen? Da wären einige Vereine sehr schnell pleite, wenn man sie zur Kasse bitten würde.»

Innensenator Andreas Geisel

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Andreas Geisel (SPD), Innensenator von Berlin. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Das Land Bremen will vom Bundesverwaltungsgericht klären lassen, ob es verlangen kann, dass ein Fußballverein für Polizeieinsätze zahlt, wenn seine Fans diese verursachen. Laut «Tagesspiegel» erwarten Juristen mit Blick auf Hooligan-Ausschreitungen, dass das rechtens sei. Im Vorjahr hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen entschieden, dass sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen beteiligen muss.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Februar 2019 21:10 Uhr

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