Verdi schließt Warnstreiks im öffentlichen Dienst nicht aus

Verdi schließt Warnstreiks im öffentlichen Dienst nicht aus

In den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi größere Arbeitsniederlegungen nicht ausgeschlossen. Die bisherige Haltung der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen sei «ungenügend», sagte der Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Potsdam vor dem Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde.

Frank Bsirske

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Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, spricht bei einer Demonstration. Foto: Bernd Settnik

Beide Seiten seien noch sehr weit entfernt von einem Ergebnis. Die Länder seien jetzt in der Pflicht, ein Angebot vorzulegen. «Wir suchen eine Lösung», sagte er. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat und 100 Euro für Auszubildende mehr.
Die Arbeitgeber haben die Forderungen bisher zurückgewiesen. Der Verhandlungsführer der Länder, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), sagte dem Saarländischen Rundfunk, die Einnahmen der Länder seien in den vergangenen Jahren zwar gestiegen und davon sollten auch die Beschäftigten profitieren. Zugleich müssten die Länder aber auch mit Schulden umgehen, neue Mitarbeiter einstellen und einen großen Investitionsrückstau bewältigen.
Verhandelt wird für rund eine Million Angestellte der Länder ohne Hessen sowie mittelbar für 1,2 Millionen Beamte und etwa eine Million Pensionäre in Kommunen und Ländern, auf die der Abschluss übertragen werden soll. Es gab bereits Warnstreiks in einigen Ländern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Februar 2019 15:40 Uhr

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