Forscher: Nach Suizid keine vorschnellen Schlüsse ziehen

Forscher: Nach Suizid keine vorschnellen Schlüsse ziehen

Nach dem Tod einer elfjährigen Grundschülerin in Berlin hat der Potsdamer Forscher Sebastian Wachs davor gewarnt, den mutmaßlichen Suizid allein auf mögliches Mobbing zurückzuführen. «Ein Selbstmord ist eine extreme Handlung - bei Erwachsenen und auch bei Kindern. Menschen begehen ihn nicht einfach so. Oft kommen verschiedene Faktoren zusammen, monokausale Erklärungen greifen zu kurz», sagte der Erziehungswissenschaftler der Potsdamer Universität.

Kerzen brennen vor Beliner Grundschule

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Kerzen leuchten während einer Mahnwache vor einer Grundschule im Bezirk Reinickendorf. Foto: TNN/Archiv

Mobbing als einzige Ursache für einen Suizid sei selten. Oft kämen weitere Faktoren wie psychologische Auffälligkeiten und Vereinsamung hinzu. Am Samstag war der Tod der elfjährigen Schülerin aus dem Berliner Bezirk Reinickendorf bekanntgeworden. Medienberichten zufolge soll sie vor einigen Tagen einen Suizidversuch unternommen haben und später an den Folgen im Krankenhaus gestorben sein. Als möglicher Hintergrund steht der Verdacht von Mobbing an ihrer Schule im Raum.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. Februar 2019 12:40 Uhr

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