Bericht: Finanzminister gehen ohne Angebot in Tarifrunde

Bericht: Finanzminister gehen ohne Angebot in Tarifrunde

Bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gehen die Finanzminister der Länder einem Medienbericht zufolge an diesem Mittwoch ohne Angebot in die zweite Runde. Damit wächst die Gefahr von Warnstreiks.

Matthias Kollatz (SPD)

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Matthias Kollatz (SPD), Berlins Finanzsenator. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Der Verhandlungsführer der Länder, Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD), sagte der «Süddeutschen Zeitung» (Montag), die Tarifgemeinschaft habe immer in den ersten beiden Verhandlungsrunden die Themen festgelegt und durchgesprochen. «Und dann versucht man, in der dritten Runde zu einem Paket zu kommen.» Eine erste Runde war Ende Januar ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Runde ist für den 28. Februar und 1. März angesetzt.
Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Verhandelt wird laut Beamtenbund dbb für eine Million Tarifbeschäftigte der Länder außer Hessen, das eigene Tarifverhandlungen führt. Übertragen werden soll der Abschluss auf rund 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger. Die Länder lehnten die Forderungen als überzogen ab.
Kollatz deutete an, dass Landesbeschäftigte nach wie vor weniger Geld erhalten sollen als Arbeitskräfte beim Bund und den Kommunen. «Für eine unterschiedliche Bezahlung gibt es gute Gründe», sagte der SPD-Politiker in der «SZ». «Die Länder haben mehr als doppelt so viele Beschäftigte wie Bund und Kommunen zusammen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 3. Februar 2019 19:40 Uhr

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