Berliner Schüler fordern Kohleausstieg bis 2030

Berliner Schüler fordern Kohleausstieg bis 2030

Mehr als 600 Schülerinnen und Schüler sind am Freitag in Berlin für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. Unter dem Motto #keinkonsens forderten sie einen Kohleausstieg bis spätestens 2030. «2038 ist für uns keine Option», sagte eine Sprecherin der Bewegung Fridays For Future (Freitage für die Zukunft), die die sogenannten «Schulstreiks» organisiert. Dieses Jahr hat die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission für einen Ausstieg aus der Kohle-Verstromung als spätesten Termin genannt.

Schüler schwänzen für den Klimaschutz

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Eine Schülerin hält ein Schild mit der Aufschrift "There's no planet b" in der Hand. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Bundesweit wurde laut Veranstalter in mehr als 25 Städten «gestreikt». Mehr als 12 000 Schülerinnen und Schüler hätten sich so «fürs Klima und gegen die Schule» entschieden. Am Morgen war bekannt geworden, dass Schulen in Sachsen-Anhalt dem Landesschulamt melden sollen, wenn Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit an Demonstrationen teilnehmen.
Ähnliche Bestrebungen gibt es in Berlin laut einer Sprecherin der Bildungssenatorin Sandra Scheers (SPD) nicht. Jedoch dürfe kein Unterricht wegen des Streiks ausfallen. Scheers hatte sich vor einer Woche positiv zum Engagement der Schüler geäußert.
Vergangenen Freitag hatten mehrere Tausend Schüler aus ganz Deutschland vor dem Bundeswirtschaftsministerium demonstriert, als dort die Kohlekommission tagte. Die Bewegung geht auf die schwedische Aktivistin Greta Thunberg zurück. Die 16-Jährige protestiert - statt zur Schule zu gehen - seit Monaten immer freitags gegen den Klimawandel unter dem Motto «Schulstreik fürs Klima» vor dem Reichstag in Stockholm.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Februar 2019 18:10 Uhr

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