Müller-Aufruf zu Shoa-Gedenken: Verteidigung der Demokratie

Müller-Aufruf zu Shoa-Gedenken: Verteidigung der Demokratie

Zum Holocaust-Gedenktag hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zur Verteidigung der Demokratie gegen Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und Antisemiten aufgerufen. Der Rechtsstaat müsse alle seine Mittel einsetzen, den Gegnern freiheitlicher Demokratie entschieden entgegenzutreten, schrieb er am Sonntag auf Twitter. Das nationalsozialistische Deutschland habe in historisch beispielloser Weise Menschen ausgegrenzt und vernichtet. Daran immer wieder zu erinnern, sei eine Pflicht nachfolgenden Generationen gegenüber.

Michael Müller (SPD)

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Michael Müller (SPD) beantwortet nach einer Sitzung des Senats Fragen von Journalisten. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Für den Senat habe Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) am Sonntag bei einer Gedenkfeier des Lesben- und Schwulenverbandes am Mahnmal im Tiergarten an die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen erinnert.
Der Gedenktag wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das deutsche Konzentrationslager Auschwitz befreit. Dort waren von 1940 bis 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden. Insgesamt wurden in den NS-Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie von Erschießungskommandos rund sechs Millionen Juden ermordet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Januar 2019 14:00 Uhr

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