Geisel zum Hackerangriff: LKA informiert über Maßnahmen

Geisel zum Hackerangriff: LKA informiert über Maßnahmen

Das Berliner Verwaltungsnetz ist von dem aktuellen Hackerangriff nach Angaben von Innensenator Andreas Geisel (SPD) nach bisherigen Erkenntnissen nicht betroffen. Das beim Berliner IT Dienstleistungszentrum (ITDZ) angesiedelte Computer Emergency Response Team (CERT) habe «bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise», teilte Geisel am Freitagabend mit. Das CERT prüft nach eigenen Angaben in der Verwaltung die Infrastruktur auf verwundbare Stellen, sensibilisiert Mitarbeiter und erstellt Analysen im Falle eines Angriffs von außen.

Datenklau-Veröffentlichungen auf Twitter

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Ein Profil beim Netzwerk Twitter, auf dem gestohlene Daten von Politikern verlinkt werden. Foto: Julian Stratenschulte

Laut Geisel werden die Ermittlungen zu dem Hackerangriff, von dem Hunderte Personen des öffentlichen Lebens in Deutschland betroffen sind, zentral beim Bundeskriminalamt (BKA) geführt. Derzeit würden die Daten dort analysiert und in einer Gesamtliste erfasst, die den Landeskriminalämtern zur Verfügung gestellt werde. «Das LKA wird die Liste mit den in Berlin betroffenen Personen auswerten und diese über das Wochenende kontaktieren und über notwendige Sicherheitsmaßnahmen informieren», so Geisel.
Nach ersten Erkenntnissen sind mehr als 40 Politiker des Landes Berlin betroffen. Auf einem bisher Unbekannten via Twitter verbreiteten Liste finden sich Datensätze mit Telefonnummern, Adressen, E-Mails oder andere teils sensiblen Daten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Januar 2019 19:10 Uhr

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