Stasi-Unterlagen: Knapp 43 000 Mal Akteneinsicht beantragt

Stasi-Unterlagen: Knapp 43 000 Mal Akteneinsicht beantragt

Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall gehen bei der Stasi-Unterlagen-Behörde noch Zehntausende Anträge zur persönlichen Einsicht in Akten der DDR-Staatssicherheit ein. In diesem Jahr wurden bis Ende November rund 42 700 solcher Anträge gestellt, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, der Deutschen Presse-Agentur. Im gesamten vergangenen Jahr waren es knapp 49 000 Gesuche. Obwohl die Zahlen langfristig zurückgehen, ist das Interesse weit höher als noch in den 90er Jahren erwartet. Seit dem Bestehen der Behörde wurde rund 3,2 Millionen Mal beantragt, in Unterlagen zu schauen, die die Stasi heimlich und menschenrechtswidrig über Menschen anlegte.

Archivierte Stasi-Akten

© dpa

Archivierte Akten von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) der Stasi lagern in den Räumen der Stasi-Unterlagenbehörde. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Die meisten Anträge wurden in Berlin gestellt (rund 13 400), gefolgt von Sachsen (knapp 10 200). In Thüringen wurden rund 6500 Anträge registriert, in Sachsen-Anhalt waren es rund 5400, in Mecklenburg-Vorpommern rund 5100. Die wenigsten Anträge gingen in Brandenburg (rund 2050) ein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 23. Dezember 2018 09:50 Uhr

Weitere Meldungen