AfD-Abgeordneter regt neues Gespräch mit Waldorfschule an

AfD-Abgeordneter regt neues Gespräch mit Waldorfschule an

Der Berliner AfD-Abgeordnete, dessen Kind wegen seiner politischen Tätigkeit von einer Waldorfschule abgelehnt wurde, hat die Einrichtung zu einem neuen Gespräch aufgefordert. «Wir würden uns freuen, wenn die Schule ihre Entscheidung angesichts der Debatten der letzten Tage noch einmal überdenkt und auf uns zukommt», sagte der Politiker, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Aus Rücksicht auf sein fünfjähriges Kind will er nicht namentlich genannt werden.

Für seine Familie sei der Vorgang ein «schwerer Schlag», den es erst einmal zu verarbeiten gelte, bemerkte der Abgeordnete. Er bedauere auch, dass die fragliche Schule nun im Brennpunkt stehe. Die Schule will das Kind, das derzeit eine Waldorf-Kita besucht, im neuen Schuljahr nicht aufnehmen, weil sein Vater AfD-Politiker ist und Lehrer sowie Eltern deshalb Bedenken hätten.
Der am Wochenende bekannt gewordene Fall löste eine kontroverse Debatte über Toleranz, Kindeswohl und Diskriminierung aus. Eine Sprecherin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) äußerte sich kritisch zum Vorgehen der Schule. Der Bund der Freien Waldorfschulen erklärte, er wünsche sich, dass die Einrichtung ihre Entscheidung noch einmal überdenkt.
Der AfD-Abgeordnete führte aus, er und seine Frau hätten sich in der Waldorf-Kita seines Kindes engagiert und seien dort anerkannt. Er könne nicht nachvollziehen, aufgrund welcher Kriterien nun sein Kind an der Schule nicht aufgenommen werde. Mit ihm und seiner Frau habe es seitens der Schule nie einen richtigen Dialog über die Gründe gegeben. Dies wünsche er sich dies nun. «Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.» Verantwortliche der Waldorfschule waren am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Dezember 2018 17:20 Uhr

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