DOH-Vorsitzende Ines Geipel tritt zurück

DOH-Vorsitzende Ines Geipel tritt zurück

Die Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe, Ines Geipel, hat überraschend ihren Rücktritt angekündigt. «Ich gebe das Amt ab», sagte die 58 Jahre alte Berlinerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die ARD-Dopingredaktion darüber berichtet. «Ich habe es fünfeinhalb Jahre gemacht und einiges erreicht», erklärte Geipel.

Ines Geipel

© dpa

Ines Geipel. Foto: Gregor Fischer/Archiv

Nachfolger soll der Heidelberger Sportrechtler Michael Lehner werden, der zu den Gründungsmitglieder der DOH zählt. Er könnte am Donnerstag auf der DOH-Mitgliederversammlung in Berlin zum neuen Vorsitzenden gewählt werden.
Bei der Doping-Opfer-Hilfe hatte es interne Streitereien und Anschuldigungen gegeben, dass Anträge von Geschädigten nicht gründlich geprüft und somit Trittbrettfahrern der Zugang zur Einmalzahlung für durch das DDR-Dopingsystem betroffene Ex-Sportler verschafft worden sei.
«Es gab Auseinandersetzungen und ich glaube, dass sie in der Sache unwürdig sind», sagte die frühere Weltklasse-Leichtathletin. Deshalb wolle sie sich aus diesem «Streitfeld» herausziehen, betonte aber auch: «Ich werde beiseite treten, bin aber nicht weg.»
Ines Geipel hat mit ihrem jahrelangen Engagement den Opfern des DDR-Staatsdopings Anerkennung und Entschädigung verschafft. Zuletzt kam es aber zu Zerwürfnissen mit prominenten Mitgliedern der Doping-Hilfe wie dem früheren Ski-Langlauftrainer Henner Misersky oder dem Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 4. Dezember 2018 14:50 Uhr

Weitere Meldungen