Grütters: Merkel-Rückzug Chance für Erneuerung der CDU

Grütters: Merkel-Rückzug Chance für Erneuerung der CDU

Der Verzicht von Angela Merkel auf eine erneute Kandidatur für den Parteivorsitz birgt nach den Worten der Berliner CDU-Chefin Monika Grütters viele Chancen für die Union. Klar sei, dass nach 18 Jahren eine Ära zu Ende gehe, sagte die Kulturstaatsministerin in der Bundesregierung am Samstag bei einer CDU-Landesvertreterversammlung in Adlershof. «Das ist eine Zäsur. Aber es ist auch eine Chance für einen Aufbruch und für eine demokratische Erneuerung unserer Partei.»

Monika Grütters

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Monika Grütters (CDU), Kulturstaatsministerin. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Sie freue sich, dass es mehrere «respektable Bewerber» für die Nachfolge Merkels an der Parteispitze gebe, so Grütters. «Das beweist, wie lebendig, unsere Partei ist.» Es sei positiv, dass die CDU über mehrere Führungspersönlichkeiten mit eigenen Profilen verfüge. «Das kann nicht jede Volkspartei von sich behaupten.»
Nun komme es darauf an, in den Wochen bis zum Parteitag am 7. Dezember keinen ruinösen Wettbewerb zwischen den Kandidaten zu führen, sondern in «gelebter Demokratie» auf den geplanten acht Regionalkonferenzen mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Konferenz für Berlin und Brandenburg findet am 30. November in der Hauptstadt statt, kündigte Grütters an. Eine Empfehlung werde sie nicht abgeben.
Als aussichtsreichste Kandidaten für die Merkel-Nachfolge gelten CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 10. November 2018 12:00 Uhr

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