Amnesty fordert Freispruch von Menschenrechtlern in Türkei

Amnesty fordert Freispruch von Menschenrechtlern in Türkei

Amnesty International hat den Freispruch von elf in der Türkei angeklagten Menschenrechtlern gefordert. In dem Verfahren wegen Terrorvorwürfen, das am Mittwoch in Istanbul fortgesetzt wird, sind auch der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner aus Berlin, sein schwedischer Kollege Ali Gharavi und der Amnesty-Ehrenvorsitzende der Türkei, Taner Kilic, angeklagt.

Peter Steudtner

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Peter Steudtner spricht bei einer Verleihung. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Es sei an der Zeit, die «juristische Farce» zu beenden, und die Menschenrechtler freizusprechen, teilte Kumi Naidoo, internationaler Generalsekretär von Amnesty International, am Dienstag mit. Die Vorwürfe seien «absurd».
Steudtner und Gharavi waren zum Prozessauftakt im Oktober vergangenen Jahres aus der Untersuchungshaft entlassen worden und daraufhin ausgereist. Sie nehmen nicht mehr an der Fortsetzung des Verfahrens teil. Auch die anderen Angeklagten befinden sich auf freiem Fuß. Ihnen allen wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation beziehungsweise Terrorunterstützung vorgeworfen, worauf bis zu 15 Jahre Haft stehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. November 2018 16:20 Uhr

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