Steuerzahlerbund kritisiert vermeintliche Geldverschwendung

Steuerzahlerbund kritisiert vermeintliche Geldverschwendung

Der Bund der Steuerzahler nimmt in seinem neuen Schwarzbuch auch zwei vermeintliche Fälle von Geldverschwendung in Berlin aufs Korn. Zum einen kritisiert der Verband in seiner am Dienstag vorgestellten Broschüre die Ausgaben für zwei sogenannte Parklets in der Bergmannstraße in Kreuzberg: Dort wurden für knapp 119 000 Euro zwei große hölzerne Sitzecken mit Tischen aufgestellt. Das bei den Kiezbewohnern umstrittene Projekt ist eine Art Probelauf für Berlins zweite «Begegnungszone», in der der Autoverkehr verlangsamt und die Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Radfahrer verbessert werden sollen.

Zum zweiten moniert der Steuerzahlerbund einen Schilderwald auf der Platanenstraße in Pankow. Dort stellte der Bezirk auf 700 Metern Länge die rekordverdächtige Zahl von 44 Schildern auf. Alle weisen Autofahrer am Anfang und am Ende neugestalteter Parkbuchten darauf hin, links an den dort wachsenden Straßenbäumen vorbeizufahren - obwohl es auch ohne Schild keine andere Möglichkeit gibt. Nach Verbandsangaben kostete der «Schildbürgerstreich», der laut Bezirksamt der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gilt, 5000 Euro.
Der Bund der Steuerzahler trägt regelmäßig Fälle aus ganz Deutschland zusammen, bei denen er Steuergeldverschwendung, unnötige Subventionen und Bausünden sieht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. November 2018 11:30 Uhr

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