Berliner Toleranzpreis für Ordensschwester in Jerusalem

Berliner Toleranzpreis für Ordensschwester in Jerusalem

Die Ordensschwester Monika Düllmann erhält mit ihrem Krankenhaus-Team in Jerusalem den Moses-Mendelssohn-Preis des Landes Berlin. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) will die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Montag (5. November) in Berlin überreichen. Damit werde Düllmanns Einsatz für die Würde des Menschen und die Verständigung zwischen Kulturen und Konfessionen gewürdigt, hieß es.

Die aus Düsseldorf stammende Theologin leitet seit 15 Jahren in Jerusalem das französische St. Louis Hospital. Dort werden rund 60 sterbende Juden, Muslime und Christen gemeinsam betreut und palliativ begleitet. Neben dem Fachpersonal arbeiten jeweils 30 Freiwillige aus aller Welt im Haus.
Damit setze das Krankenhaus ein Zeichen des Respekts für Anhänger aller Religionen, erklärte Lederer. «Dieses unermüdliche Engagement muss gerade in Zeiten, in denen sinnvolle interreligiöse Kommunikation dringend gebraucht wird, gebührend gewürdigt werden.»
Der Preis wird alle zwei Jahre zur Förderung der Toleranz zwischen Andersdenkenden und zwischen Völkern und Religionen verliehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 4. November 2018 12:10 Uhr

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