Datenbank für Relikte der Mauer wird aufgebaut

Datenbank für Relikte der Mauer wird aufgebaut

Die Berliner Mauer-Stiftung sammelt Relikte der deutschen Teilung, die bald online zu sehen sein sollen. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2019 sollen die ersten Stücke aus dem Lapidarium (Steinsammlung) im Internet präsentiert werden, sagte Kurator Manfred Wichmann der Deutschen Presse-Agentur. Eine entsprechende Datenbank sei im Aufbau.

Fundstücke und Mauerreste in Lapidarium

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Fundstücke und Mauerreste der 1960er-80er Jahre im Lapidarium der Stiftung Berliner Mauer. Foto: Christoph Soeder

Im Lapidarium der Mauer-Stiftung direkt neben der Gedenkstätte an der Bernauer Straße werden unter freiem Himmel Stacheldraht, Grenzpfähle oder Beton-Fundamente ebenso aufbewahrt wie Kapitelle aus der gesprengten Berliner Versöhnungskirche auf dem früheren Todesstreifen. Rund 350 originale Objekte von der Mauer wurden bislang zusammengetragen - gefunden etwa bei Bauarbeiten am nahen Nordbahnhof oder beim Aufbau der zentralen Mauer-Gedenkstätte.
«Je weiter Mauer und Teilung zurückliegen, umso wichtiger werden originale Objekte», betonte Wichmann, der bei der Mauer-Stiftung seit 2012 das Archiv und die Sammlungen betreut.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. November 2018 06:40 Uhr

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