Regierungschef Müller: Bittere Niederlage für SPD

Regierungschef Müller: Bittere Niederlage für SPD

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) sieht die Hessenwahl als «weitere bittere Niederlage» für seine Partei. «Die SPD braucht endlich wieder ein klares Profil», sagte er am Sonntagabend. Dass SPD und CDU in Hessen zusammen 20 Prozentpunkte verloren hätten, spreche eine klare Sprache.

Michael Müller

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Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD). Foto: Britta Pedersen/Archiv

Die SPD müsse in der großen Koalition im Bund endlich für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen, den Menschen gute Arbeit und Renten garantieren und Hartz IV überwinden. «Aber es wird sicher schwer werden, wieder Vertrauen und mehr Wählerstimmen zu gewinnen.»
«Die SPD kann deswegen nur weiter in der GroKo bleiben, wenn die Menschen erkennen, dass sie dort mit neuen, klaren Forderungen eine gute und sozial gerechte Politik durchsetzt», teilte Müller als SPD-Landesvorsitzender mit. «Das gilt es jetzt der Union klarzumachen!»
Wie schon in Bayern haben Union und SPD bei der Landtagswahl in Hessen schwere Verluste erlitten. Berlins CDU-Generalsekretär Stefan Evers sprach von einem enttäuschenden Ergebnis: «Man kann es nur als Signal der Wähler an die Parteien der großen Koalition im Bund verstehen, sich ernsthaft um einen besseren Umgang miteinander und um gemeinsame Erfolge zu bemühen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Oktober 2018 10:38 Uhr

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