Vattenfall-Mitarbeiter streiken

Vattenfall-Mitarbeiter streiken

Beim Energiekonzern Vattenfall haben am Freitag Mitarbeiter in Berlin für eine bessere Bezahlung gestreikt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi waren rund 4000 Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen, etwa in Kraftwerken und Verwaltung. Am Vormittag hätten sich rund 1500 bis 2000 Beschäftigte vor der Firmenzentrale versammelt, sagte ein Verdi-Sprecher.

Verdi-Logo

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Ein Mann hat vor dem Verdi-Logo eine Trillerpfeife im Mund. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Die Gewerkschaft warnte, es könne bei der Bearbeitung von Kundenanfragen zu erheblichen Verzögerungen kommen. Solche Probleme seien ihnen nicht bekannt, sagte hingegen eine Unternehmenssprecherin. Auch die Versorgung sei gesichert. «Es gibt eine ausreichende Anzahl an Mitarbeitern, die sich um die Strom- und Wärmeversorgung kümmern.»
Vattenfall betreibt in Berlin unter anderem das Stromnetz. Verdi fordert für die Beschäftigten in der Tarifrunde sechs Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von einem Jahr. Auch Auszubildende sollen nach dem Wunsch der Gewerkschaft mehr Geld bekommen.
Das Unternehmen habe für 2018 eine Steigerung von 2,7 Prozent und ab April 2020 nochmals 1,7 Prozent angeboten, erklärte die Gewerkschaft. Das sei zu wenig und die geforderte Laufzeit von 28 Monaten zu lang. Vattenfall wollte sich zum Verhandlungsstand nicht äußern. «Verhandelt wird am besten immer noch am Verhandlungstisch», sagte die Sprecherin. Die Gespräche sollen am 1. November weitergehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Oktober 2018 11:57 Uhr

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