Sächsische LKA-Beamte nutzen NSU-Namen als Tarnnamen

Sächsische LKA-Beamte nutzen NSU-Namen als Tarnnamen

Bei der Vergabe von Tarnnamen haben zwei Beamte des sächsischen Landeskriminalamtes (LKA) den Namen Uwe Böhnhardt genutzt. Der Name des früheren NSU-Mitglieds sei bei einem Einsatz in Berlin in einer Liste aufgetaucht, teilte das LKA in Dresden am Freitag mit. Zuvor hatte «Focus» darüber berichtet.

Den Berliner Beamten sei das aufgefallen, die Betroffenen durften die Dienstgeschäfte nicht weiter ausführen. Ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet worden, so das LKA.
Der «Nationalsozialistische Untergrund» (NSU) war 2011 aufgeflogen. Zuvor hatten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe im Untergrund gelebt. Sie hatten neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin ermordet. Mundlos und Böhnhardt hatten sich nach einem gescheiterten Banküberfall selbst getötet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. September 2018 17:20 Uhr

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