Kretschmer: Deutschland kann viel vom Osten lernen

Kretschmer: Deutschland kann viel vom Osten lernen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht den Wandel in ostdeutschen Regionen durch Bildung, Innovation, Forschung und Entwicklung auch als Blaupause für ganz Deutschland. «Deutschland kann eine ganze Menge lernen von dem, was in 28 Jahren in den neuen Ländern passiert ist», gab er der vom Bundeskabinett eingesetzten Kommission «Gleichwertige Lebensverhältnisse» am Donnerstag in Dresden mit auf den Weg. «Gerade beim Thema Innovation haben wir große Erfolge.» Es müsse gar nicht so viel neu erfunden werden, seit 1990 sei das in einigen ostdeutschen Regionen sehr gut gelungen. Das habe mit Infrastruktur zu tun, mit Straßen und Bahn, aber eben auch mit Bildung und Innovation.

Michael Kretschmer

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Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Ländliche Regionen müssten an die Metropolen angeschlossen und mit Forschung, Bildung und Innovation dafür gesorgt werden, dass auch dort eine Dynamik entstehe. «Man darf nicht Versprechungen machen und Bilder zeichnen, die unrealistisch sind», sagte Kretschmer. Es gebe in Deutschland viel mehr gleichwertige Lebensverhältnisse als in den meisten Ländern Europas. «Es geht darum, Dinge noch besser zu machen und Menschen in die Lage zu versetzen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen anstatt sie von oben zu bevormunden.»
Die Kommission unter Vorsitz von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) soll Vorschläge für eine gerechtere Verteilung von Ressourcen für alle Menschen in Deutschland erarbeiten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. September 2018 13:10 Uhr

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