Innensenator bekräftigt Pläne zum Umbau der Feuerwehr

Innensenator bekräftigt Pläne zum Umbau der Feuerwehr

Die Gewerkschaften und die Leitung der Berliner Feuerwehr zeigen sich zufrieden mit den bisherigen Gesprächen zur Zukunft der krisengeplagten Behörde. Bei einem Punkt musste Innensenator Geisel allerdings zurückrudern.

Feuerwehr Blaulicht

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Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Fünf Monate nach den Mahnwachen der Feuerwehr unter dem Motto «Berlin brennt» gibt es neue Pläne zum Umbau der Behörde. Mitarbeitern aus der Freiwilligen Feuerwehr soll zum Beispiel der Wechsel in die hauptberufliche erleichtert werden, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag auf einer Pressekonferenz sagte. Das entsprechende Konzept, an dem Gewerkschaften und die Leitung der Berliner Feuerwehr beteiligt sind, soll im Frühjahr 2019 vorgestellt werden.
Ein weiteres Vorhaben, die Überstunden der Feuerwehrleute auszubezahlen, kann dagegen nicht vollständig umgesetzt werden. Die Auszahlung kann laut Geisel nur zu 80 Prozent stattfinden. Als Grund nannte er gesetzliche Hürden. Die restlichen nicht ausbezahlten Überstunden sollen allerdings als Sonderurlaub den Feuerwehrleuten angerechnet werden. «Wichtig ist, dass wir den Dialog fortgesetzt haben und dass aus diesem Dialog Vertrauen wächst», kommentierte der Innensenator eine Diskussionsrunde am Montag.
Oliver Mertens, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, begrüßte die Gespräche mit der Leitung der Feuerwehr und dem Innensenator, wies aber auch darauf hin, dass noch einiges zu erledigen sei. «Wir freuen uns, dass der Innensenator Wort hält und die Gespräche im April keine Eintagsfliege waren. In der Runde heute haben wir ihm deutlich gemacht, dass noch nicht alles so umgesetzt ist, wie wir es vereinbart haben», sagte er am Montag.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. September 2018 19:20 Uhr

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