Weniger Privatinsolvenzen in Berlin

Weniger Privatinsolvenzen in Berlin

Immer weniger Berliner rutschen in die Privatinsolvenz. Von Januar bis Juni waren es mit knapp 2000 gut 11 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum - trotz weiter steigender Einwohnerzahl.

Ein Mann zeigt seine leere Hosentasche

© dpa

Es gibt weniger Privatinsolvenzen in Berlin

Das geht aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel hervor. Die Menschen profitierten weiter von der guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung, sagte Geschäftsführer Christian Bock am Donnerstag (20. September 2018) in Hamburg. Er erwartet, das die Zahlen im nächsten Jahr bundesweit weiter zurückgehen.

Im Schnitt 31.000 Euro Schulden

Im Bundesdurchschnitt stehen überschuldete Verbraucher mit rund 31.000 Euro in der Kreide - bei Banken, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften. Wichtigster Auslöser ist Arbeitslosigkeit.

Was bedeutet Privatinsolvenz?

Bei der Privatinsolvenz müssen über mehrere Jahre so viele Schulden wie möglich abgetragen werden, der Betroffene darf von seinem Einkommen nur das Existenzminimum behalten. Für Schulden, die in dieser Zeit nicht zurückgezahlt werden, kann bei Gericht ein Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt werden.

Berlin erreicht fast Bundesdurchschnitt

Unter den deutschen Bundesländern ging nur in Baden-Württemberg die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr noch etwas stärker zurück als in Berlin. Mit 56 Fällen je 100.000 Einwohnern hat die Hauptstadt nahezu den Bundesdurchschnitt von 52 erreicht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. September 2018 14:41 Uhr

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