75 Menschen sollen Rettungssanitäter behindert haben

75 Menschen sollen Rettungssanitäter behindert haben

Bei einem Notarzteinsatz in Berlin-Neukölln sollen rund 75 Angehörige einer Großfamilie die Retter behindert haben, die ihren Verwandten versorgten. Helfer der Feuerwehr waren am Freitagabend in die Siegfriedstraße gerufen worden, um einen dort liegenden, inzwischen leblosen Mann zu reanimieren, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Rettungswagen im Noteinsatz

© dpa

Ein Rettungswagen fährt mit Blaulicht durch die Innenstadt. Foto: Jens Büttner/Archiv

In der Zwischenzeit versammelten sich rund 75 Menschen, die nach Polizeiangaben zum Umfeld einer arabischstämmigen Großfamilie gehören, in der Wohnung und im Treppenhaus. Die «Bild»-Zeitung hatte zuerst berichtet.
Als die Sanitäter die erfolglose Reanimation einstellten, wurde die Menge unruhig, da ein angeforderter Notarzt erst noch die Todesursache bescheinigen musste. Laut «Bild» sollen die Leute die Retter zum Weitermachen aufgefordert haben. Rund 60 zur Hilfe gerufene Beamte brachten die Lage laut Polizei schließlich unter Kontrolle.
Die vielen Menschen und die emotional aufgeheizte Stimmung hätten die Einsatzkräfte in ihrer Arbeit behindert, teilte die Berliner Feuerwehr mit. Es kam jedoch nicht zu strafbaren Handlungen oder Festnahmen. Der Einsatz dauerte bis etwa 22.00 Uhr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 25. August 2018 14:50 Uhr

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