DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße wird Lernort

DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße wird Lernort

Das einstige DDR-Polizeigefängnis in Berlin könnte nach Einschätzung von Bildungsstaatssekretär Mark Rackles ab 2022/23 zu einem allgemein zugänglichen Erinnerungsort an die DDR werden.

  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    Geöffnet sind die Türen der Zellen im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte.
  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    Geöffnet sind die Türen der Zellen im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte.
  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    Geöffnet sind die Türen der Zellen im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte.
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    Geöffnet sind die Türen der Zellen im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte.
  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    Geöffnet sind die Türen der Zellen im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte.
  • Rundgang durch früheres DDR-Polizeigefängnis© dpa
    Rundgang durch früheres DDR-Polizeigefängnis. Foto: Wolfgang Kumm
  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    Blick in eine Zelle im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte. Die Kreidestriche an der Wand zeigen vermutlich die abgelaufenen Tage in Haft. In den Etagen mit den Zellentrakten soll u.a. eine Bildungsstätte für Schüler enstehen.
  • DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße© dpa
    10.08.2018, Berlin: Blick in eine Zelle im früheren DDR-Polizeigefängnis in der Keibelstraße im Bezirk Mitte. Die Kreidestriche an der Wand zeigen vermutlich die abgelaufenen Tage in Haft. In den Etagen mit den Zellentrakten soll u.a. eine Bildungsstätte für Schüler enstehen.
Ab Dezember dieses Jahres werde zunächst eine Etage des historischen Ortes an der Keibelstraße für Schulklassen geöffnet, kündigte Rackles am Freitag an. Der Verein Agentur für Bildung werde dafür das Lernkonzept entwickeln. Das sei aber keine Entscheidung gegen die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die sich ebenfalls beworben hatte, betonte der Staatssekretär. Mehr als 300 Klassen pro Jahr verkrafte das Gebäude nicht.

Osang, Bisky und Krahl wurden hier verhört

Das frühere DDR-Polizeipräsidium mit seinem Gefängnistrakt war berüchtigt und gefürchtet. Auch der Maler Norbert Bisky, Rock-Musiker Tony Krahl, die Mutter des letzten erschossenen DDR-Flüchtlings Chris Gueffroy, Karin Gueffroy, und der Journalist Alexander Osang wurden in der Keibelstraße «zur Klärung eines Sachverhalts» verhört.

Seit Jahren wurde um eine Nutzung des mehrgeschossigen Baus gerungen

Um das Gefängnis für alle zugänglich zu machen und nicht nur für Schulklassen, müssten laut Rackles Millionen Euro in die Hand genommen werden. Ende August werde zunächst ein fachkundiges Gremium mit der Arbeit an einem Konzept beginnen.
Berliner Fernsehturm
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. August 2018 21:13 Uhr

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