«Moabit hilft»: Seehofers Rücktritt als Schirmherr richtig

«Moabit hilft»: Seehofers Rücktritt als Schirmherr richtig

Berlin (dpa) - Die Berliner Flüchtlingsorganisation «Moabit hilft» hat den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) als Schirmherr des Deutschen Nachbarschaftspreises als richtigen Weg bezeichnet. Die Stiftung habe bemängelt, was auch der Verein bemängelt habe: Dass Seehofer in seinen Äußerungen zum Flüchtlingsthema «relativ antihumanistisch» agiert habe, sagte die Vorsitzende Diana Henniges der Deutschen Presse-Agentur. «Allein schon in der Asyldebatte, was sich Herr Seehofer da geleistet hat, entspricht nicht unserer Vorstellung von Menschlichkeit.»

Diana Henniges

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Diana Henniges, Vorsitzende der Berliner Flüchtlingsorganisation «Moabit hilft». Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Der Berliner Verein war für den Preis im Rennen, der von einer Stiftung verliehen wird, hatte die Nominierung aber abgelehnt. Als Grund hatten die Helfer angegeben, dass sie die Schirmherrschaft des CSU-Politikers nicht mir ihren Ansichten vereinbaren könnten. Auch ein Verein aus Köln zog seine Bewerbung zurück. Henniges schloss nicht aus, dass «Moabit hilft» nach dem Rücktritt Seehofers die Nominierung doch noch annimmt. Sie gehe davon aus, dass die Stiftung einen neuen Schirmherren finde, der der Arbeit gerecht werden könne.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. August 2018 19:30 Uhr

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