Todesursache von Eisbär Fritz bleibt unklar

Todesursache von Eisbär Fritz bleibt unklar

Der Tod des kleinen Berliner Eisbären Fritz vor mehr als einem Jahr lässt Forschern keine Ruhe.

Eisbär Fritz

© dpa

Der kleine Eisbär Fritz ist im Tierpark Berlin zu sehen.

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben erneut Blut und Gewebe des Jungtiers untersucht, das im März 2017 im Alter von vier Monaten völlig überraschend starb. Sie fanden ein Virus, das noch am ehesten mit Adenoviren von Delfinen, Seelöwen und Fledermäusen verwandt ist. Tödlich sei dieser Keim für den kleinen Eisbären aber nicht gewesen, teilte das IZW am 31. Juli 2018 mit.
Das nun gefundene Virus könnte durch ein kleines Nagetier oder eine Fledermaus in das isolierte Gehege eingeschleppt worden sein, vermuten die Forscher. Eine Übertragung vom Menschen oder über Futter sei damit ausgeschlossen.

Das Rätsel um Fritz' Tod bleibt weiter ungelöst

Die Obduktion des Eisbärjungen hatte ergeben, dass seine Leber stark angegriffen war. Warum, ist immer noch unklar. Auch das zweite Jungtier von Eisbärmutter Tonja war in diesem Januar in Berliner Tierpark gestorben. Hier steht die Todesursache aber fest. Das Eisbärmädchen war etwas zu klein und zu schwach - es starb schließlich an einer Lungenentzündung.
Eisbärenbaby im Tierpark
© dpa

Fritz: Der Eisbär im Tierpark

Im Berliner Tierpark wurde Anfang November 2016 ein Eisbärbaby geboren. Es war das erste Jungtier im Tierpark seit 22 Jahren. Am 06. März 2017 verstarb der kleine Eisbär. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 31. Juli 2018 12:35 Uhr

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