Keine Siemens-Hauptstadtrepräsentanz im Magnushaus

Keine Siemens-Hauptstadtrepräsentanz im Magnushaus

Siemens kann seine Hauptstadtrepräsentanz nach langem politischen Streit nun doch nicht in einem denkmalgeschützten Haus an der Museumsinsel bauen.

Magnushaus

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Das Magnushaus am Kupfergraben in Berlin. Foto: Soeren Stache

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (SPD) teilten am 18. Juli 2018 mit, die Verlängerung eines positiven Vorbescheids von 2015 sei versagt worden. «Damit ist der 2015 auf politische Weisung erteilte Vorbescheid vom Tisch.»

Das Magnushaus ist ein barocker Stadtpalast in der historischen Mitte

Siemens hatte im Garten des 2001 gekauften Magnushauses einen Neubau für seine Berlin-Repräsentanz errichten wollen. Mit Unterstützung des damaligen Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit und des damaligen Stadtentwicklungssenators Michael Müller (beide SPD) wurde das Projekt 2015 gegen das Veto der Denkmalschützer genehmigt. Das Haus gilt als einer der letzten barocken Stadtpaläste in Alt-Berlin.

Lederer ist zufrieden mit der Entscheidung

«Wir haben uns schon immer für den uneingeschränkten Erhalt dieses baulichen Juwels und dessen Garten eingesetzt», erklärten Lederer und Gothe nun. «Deshalb sind wir höchst erfreut, dass das Zuwarten von Siemens jetzt eine Neubeurteilung des Vorhabens ermöglichte.» Lederer betonte, Berlin werde Siemens weiter mit Rat und Tat bei der Suche nach einer geeigneten Repräsentanz behilflich sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. Juli 2018 16:03 Uhr

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