Haubrok droht mit Auszug aus DDR-«Fahrbereitschaft»

Haubrok droht mit Auszug aus DDR-«Fahrbereitschaft»

Axel Haubrok, einer der profiliertesten Kunstsammler Berlins, droht mit einer Aufgabe seines Kreativquartiers in der einstigen DDR-Fahrbereitschaft. Grund ist ein Ausstellungsverbot, das der Bezirk Lichtenberg vor zwei Monaten überraschend verhängt hat. In einem Brief an Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) kündigte Haubrok am Freitag aus Protest seine Mitgliedschaft im Kulturbeirat des Bezirks.

Kunstsammler Axel Haubrok

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Der Kunstsammler Axel Haubrok. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Bei einer ihm übermittelten Vorlage des Bezirksamts handele es sich lediglich um vage Absichtserklärungen, de facto bestehe das Ausstellungsverbot weiter, kritisierte der Sammler. Die laufende Präsentation in der «Fahrbereitschaft» ende am 7. Juli, weitere Projekte seien nicht geplant. «Wir befinden uns stattdessen bereits in Gesprächen bezüglich anderer Orte, sowohl in Berlin als auch außerhalb», so Haubrok in dem Brief.
Der Unternehmer hatte vor fünf Jahren zusammen mit seiner Frau Barbara das fast 20 000 Quadratmeter große, heruntergekommene Gelände im tiefsten Osten Berlins gekauft. Eigenen Angaben zufolge hat er mittlerweile vier Millionen Euro in die Entwicklung gesteckt. Inzwischen gibt es rund 70 Mieter auf dem Gelände.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Juni 2018 17:20 Uhr

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