AfD-Spitze berät über Jugendorganisation

AfD-Spitze berät über Jugendorganisation

Die AfD-Spitze will darüber beraten, wie weit rechts die Jugendorganisation der Partei stehen darf. Wie aus Parteikreisen verlautete, soll bei einer Sitzung des Bundesvorstands an diesem Freitag in Berlin über den Bundeskongress der Jungen Alternative (JA) Anfang des Monats im thüringischen Seebach diskutiert werden. Das berichteten auch mehrere Medien.

Jungen Alternative für Deutschland

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AfD-Spitze berät über Jugendorganisation. Foto: Maja Hitij/Archiv

An dem JA-Treffen hatten auch die Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Alexander Gauland teilgenommen. Ein Stein des Anstoßes war, dass Teilnehmer die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen hatten - mit der historisch belasteten Textzeile «Deutschland, Deutschland über alles». Die Nationalhymne ist die dritte Strophe.
Unter den Vorstandsmitgliedern, die dieses Verhalten nicht hinnehmen wollen, wird dem Vernehmen nach überlegt, ob man der Jugendorganisation finanzielle Mittel streichen sollte. Ob sich dafür eine Mehrheit fände, ist aber offen.
Ärger hatte es in der Vergangenheit auch wegen der Nähe einiger JA-Mitglieder zur Identitären Bewegung gegeben. Bei dem Treffen in Seebach stand ein Laptop auf dem Podium, auf dem ein Sticker mit der Aufschrift «Heimatverliebt. Identitäre Bewegung Dresden» klebte.
Der JA-Vorsitzende Damian Lohr, AfD-Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, wird beim Bundesvorstand in Berlin zu Gast sein. «Herr Lohr freut sich auf ein konstruktives und sachliches Gespräch», erklärte ein Sprecher der Jugendorganisation am Donnerstag auf Anfrage.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Juni 2018 16:10 Uhr

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