Forscher messen Methan über Berlin und Kohlerevieren

Forscher messen Methan über Berlin und Kohlerevieren

Mit Forschungsflügen bis nach Finnland und nach Nordafrika untersuchen Wissenschaftler derzeit die Verteilung der Klimagase Kohlendioxid (CO2) und Methan. Bisher gebe zu wenig Informationen insbesondere über natürliche Quellen von Methan, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im oberbayerischen Oberpfaffenhofen am Freitag mit. Methan ist wesentlich klimaschädlicher als CO2.

Messflüge finden bis Mitte Juni unter anderem über Berlin, dem Kohlerevier der Lausitz und den polnischen Bergbauregionen statt. Das oberschlesische Kohlerevier sei aufgrund des Grubengases aus Anthrazitminen eine der größten europäischen Methanquellen. Der Berliner Raum wiederum sei aufgrund seiner Insellage mit rundum dünn besiedelten Regionen ein interessantes Gebiet, um die Verteilung von Treibhausgasen aus der Metropole zu erforschen.
Methan entsteht auch in der Erdöl- und Erdgasindustrie, auf Mülldeponien, in der Viehwirtschaft und beim Reisanbau. Auch aus Feuchtgebieten sowie auftauenden Permafrostböden wird Methan frei. Neben dem Forschungsflugzeug Halo sind Cessnas des DLR und der Freien Universität Berlin sowie das Forschungsflugzeug Falcon 20 unterwegs. Erste Ergebnisse werden bis Jahresende erwartet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Juni 2018 14:00 Uhr

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