Jeder dritte Minderjährige in Berlin lebt von Hartz IV

Jeder dritte Minderjährige in Berlin lebt von Hartz IV

Fast jeder dritte Minderjährige in Berlin lebt von Hartz IV-Leistungen. 172 421 Kinder und Jugendliche wuchsen im Dezember 2017 in sogenannten Bedarfsgemeinschaften auf, etwa 1000 weniger als ein Jahr zuvor. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Familie auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor.

Ein Mädchen spielt auf einem Klettergerüst

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Ein Mädchen spielt auf einem Klettergerüst. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Allein 76 241 dieser Minderjährigen leben demnach in Haushalten von Alleinerziehenden - hier liegt das Armutsrisiko besonders hoch. 75 981 Kinder und Jugendliche gehören zu Familien, bei denen ein oder beide Elternteile zwar arbeiten, aber so wenig verdienen, dass sie mit Hartz IV-Leistungen aufstocken müssen.
Den größten Anteil minderjähriger Hartz-Empfänger gibt es in den Stadtbezirken Mitte und Neukölln. In Mitte liegt ihr Anteil unter den 8- bis unter 14-Jährigen mit 50,4 Prozent am höchsten, Neukölln folgt mit 49,8 Prozent. In Steglitz-Zehlendorf und Pankow ist er mit 12,3 beziehungsweise 12,6 Prozent am niedrigsten. In der Altersgruppe 14 bis unter 18 Jahre ist die Situation ähnlich. Bei Kindern, die jünger als 8 Jahre sind, ist der Hartz IV-Anteil in Neukölln am höchsten (43,1 Prozent), gefolgt von Spandau (42,9) und Mitte (42,2).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Mai 2018 14:30 Uhr

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