Knapp 100 Menschen demonstrieren unangemeldet in Neukölln

Knapp 100 Menschen demonstrieren unangemeldet in Neukölln

Knapp 100 Menschen aus der linksautonomen Szene haben am Samstag lautstark in Berlin-Neukölln demonstriert. Sie wollten so ihre Solidarität mit Linksextremen im Gefängnis zeigen. Ein Großaufgebot der Polizei begleitete die nicht angemeldete Demonstration am Herrfurthplatz. Die Polizisten kesselten dabei die Teilnehmer ein und verhinderten so einen längeren Marsch. Nach etwa eineinhalb Stunden löste sich die Demonstration friedlich auf.

Rigaer Straße 94

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Am Montag wird die Gerichtsverhandlung um das Haus in der Rigaer Straße 94 und die Kneipe «Kadterschmiede» fortgesetzt. Foto: Paul Zinken

Der Protest stand in Zusammenhang mit Aktionstagen der linksautonomen Szene kurz vor einem Prozess um besetzte Räume in einem Haus in der Rigaer Straße.
Bei einem Demonstrationsaufruf im Internet war mit Blick auf die Demonstration von einer «Massenaktion» die Rede, die dazu dienen sollte, «sich die Straße zu nehmen». «Wenn ihr die Versammlung für ungeeignet haltet, diesen Standpunkt einzunehmen, dann schwärmt aus und produziert Chaos», hieß es dort weiter. Unklar war zunächst, wer hinter dem Aufruf stand.
Am Montag (14.5.) gehen die Gerichtsverhandlungen um die Autonomen-Kneipe «Kadterschmiede» in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain in eine neue Runde. Vor dem Prozess hatte die linksautonome Szene zu «Diskussions- und Chaostagen» aufgerufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 12. Mai 2018 21:22 Uhr

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