Berliner beschweren sich öfter über Postdienste

Berliner beschweren sich öfter über Postdienste

Die Berliner haben sich in den vergangenen Monaten öfter über Probleme bei der Zustellung von Briefen und Paketen beschwert. Bei der Bundesnetzagentur gingen von Januar bis Mitte April 335 Beschwerden ein, wie die Behörde in Bonn am Freitag bestätigte. Das seien mehr gewesen als in den ersten Monaten 2017. Im gesamten Vorjahr gab es 777 Beschwerden.

«Auf das ganze Jahr hochgerechnet, wäre das also eine deutliche Zunahme der Beschwerden», kritisierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Swen Schulz, der die Zahlen abgefragt hatte. «Die Situation scheint sich eher zu verschärfen als zu verbessern.»
Die Beschwerden richten sich überwiegend gegen die Deutsche Post, aber auch gegen andere Anbieter. Im Herbst hatte es in Berlin vermehrt Probleme gegeben. In einigen Bezirken bekamen Haushalte tagelang keine Post. «Wir haben mehrfach zur Abstellung der Mängel aufgerufen», sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur.
«Natürlich nehmen wir jede Beschwerde ernst», sagte eine Sprecherin der Deutschen Post. Wenn man die Beschwerden auf alle Sendungen hochrechne, handle es sich aber um Einzelfälle. Die Post liefert pro Tag bundesweit 58 Millionen Briefe und 4,9 Millionen Pakete.
Nach den Problemen im Herbst hätten sie zusätzliches Personal eingestellt, sagte die Post-Sprecherin. Derzeit gebe es keine besonderen Probleme bei der Zustellung von Briefen und Paketen. Es könne sein, dass mehr Menschen die Bundesnetzagentur kennen und sich dort melden würden, sagte die Unternehmenssprecherin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Mai 2018 13:30 Uhr

Weitere Meldungen