Auschwitz Komitee: «Kippa-Demonstrationen» nur ein Anfang

Auschwitz Komitee: «Kippa-Demonstrationen» nur ein Anfang

Überlebende des Holocaust im Internationalen Auschwitz Komitee haben die geplanten Aktionen gegen Antisemitismus in Deutschland begrüßt. Diese «Kippa-Demonstrationen» dürften aber nur ein Anfang sein. «Es muss der Politik, der Pädagogik, es muss uns allen gelingen, die verschiedenen Linien, die sich mittlerweile aus rechtsextremem und islamistischem Antisemitismus zu einem gefährlichen Gebräu zusammenfügen, an allen Orten der Gesellschaft tabulos zu benennen und als uns alle bedrohende Gefahr wahrzunehmen», erklärte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung. «Wenn dies gelänge, wäre dieser Tag - jenseits aller Emotionen - ein wichtiger erster Schritt gewesen, eine Zäsur.»

In Berlin hat die Jüdische Gemeinde für den Abend (18.00 Uhr) zu einer Kundgebung «Berlin trägt Kippa» aufgerufen. Gut eine Woche nach einem Angriff auf einen jungen Israeli in Berlin sind auch in mehreren anderen Städten Solidaritätsaktionen geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. April 2018 11:50 Uhr

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