Linke: Berlin hat weiteren Feiertag verdient

Linke: Berlin hat weiteren Feiertag verdient

Die Linke in Berlin hat sich für einen zusätzlichen arbeitsfreien Feiertag in der Hauptstadt ausgesprochen. «Unsere Position ist, dass die Berlinerinnen und Berliner einen neuen Feiertag verdienen», erklärte die Linke-Landesvorsitzende Katina Schubert am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Gegenüber anderen Bundesländern sei Berlin «massiv im Hintertreffen». «Bei allem preußischen Arbeitsethos: Es ist nicht einzusehen, warum die Berliner da zurückstehen sollen», so Schubert.

Katina Schubert

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Katina Schubert, Landesvorsitzende der Linken in Berlin. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Als Datum für den neuen Feiertag, der auf jeden Fall ein säkularer sein müsse, schlug Schubert den 8. Mai vor. «Es ist der Tag der Befreiung, ein Tag, an dem man Erinnerung in seiner ganzen Breite organisieren kann.» Bald werde es keine Zeitzeugen mehr geben, die über die Nazidiktatur und den Zweiten Weltkrieg berichten können. «Dann ist so ein Tag des Erinnerns und des Innehaltens für Frieden, gegen Unmenschlichkeit, Faschismus, Antisemitismus noch einmal wichtiger. Darüber müssen wir in der Koalition aber noch diskutieren.»
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte den Hauptstädtern zuvor einen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Aussicht gestellt. «Die Frage ist nicht so sehr, ob wir einen solchen Feiertag bekommen, sondern eher welchen», sagte der SPD-Politiker der «Welt» (Freitag).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. April 2018 11:10 Uhr

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