Regierungschef Müller verurteilt antisemitischen Angriff

Regierungschef Müller verurteilt antisemitischen Angriff

Nach dem Angriff gegen zwei junge Männer in Berlin hat Regierungschef Michael Müller (SPD) die Tat ausdrücklich verurteilt. «Antisemitismus gehört nicht zum Berlin, in dem wir leben wollen», teilte Müller am Mittwoch mit. Er sei dankbar, dass jüdisches Leben in der Stadt wieder sichtbar sei.

Berlins Bürgermeister Michael Müller

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Berlins Bürgermeister Michael Müller. Foto: Kay Nietfeld

«Berlin ist die Stadt der Freiheit», erklärte Müller. «Für diese streiten wir tagtäglich, indem wir uns klar positionieren, aufklären und uns Antisemitismus, Rassismus und Hass aktiv entgegenstellen.» Zwei junge Männer waren zuvor laut Polizei angegriffen und antisemitisch beleidigt worden.
Einer der Täter, ein arabisch sprechender Mann, schlug laut Ermittlern mit einem Gürtel auf eines der Opfer ein. Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD), die palästinensische Wurzeln hat, twitterte: «Ich bin erschüttert und erschrocken und schäme mich für diesen Mann, der meine Sprache spricht.»
«Antisemitismus darf in dieser Stadt nicht hingenommen werden», forderte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). Der Fall zeige einmal mehr, wie wichtig Arbeit gegen Antisemitismus sei. Eine Recherche- und Informationsstelle gegen Antisemitismus habe 2017 in Berlin 947 antisemitische Vorfälle erfasst, deutlich mehr als 2016.
Der SPD-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, forderte harte Strafen: «Dieser Vorfall hat mich zutiefst schockiert. Die Bilder sind für unsere Stadt Berlin unerträglich und beschämend. Antisemitismus jeglicher Art muss hart bestraft werden.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. April 2018 20:10 Uhr

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