Echo-Verleihung im Zeichen von Debatte um Rapper-Text

Echo-Verleihung im Zeichen von Debatte um Rapper-Text

Neben reichlich Show und Musik geht es bei der Echo-Verleihung heute in Berlin auch um Fragen der künstlerischen Freiheit. Trotz heftiger Kritik an einem ihrer Texte und Antisemitismusvorwürfen bleiben die Rapper Kollegah und Farid Bang für die Verleihung in zwei Kategorien nominiert.

Kollegah und Farid Bang

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Eine Kombo zeigt die Rapper «Kollegah» (l) und Farid Bang. Foto: A. Gebert/Archiv

Die Veranstalter sehen einen «absoluten Grenzfall». Im Zentrum der Kritik steht die Textzeile «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen» der beiden Musiker. Bang entschuldigte sich für mögliche Verletzungen und betonte, Kollegah und er distanzierten sich von «jeglicher Form des Antisemitismus oder Hass gegen Minderheiten».
Zuletzt war die Band Frei.Wild von der Nominierungsliste gestrichen worden. Ihr wurde Nähe zur rechten Szene vorgeworfen.
Für die Echo-Verleihung sind Auftritte von Kylie Minogue, Rita Ora oder Helene Fischer geplant. Die 27. Verleihung des Musikpreises wird wieder live im Fernsehen übertragen (Vox, 20.15 Uhr).
Der Echo wird in 22 Kategorien mit jeweils 5 Nominierten vergeben. Für die Nominierung sind die Verkaufszahlen entscheidend. Auch das Votum einer Fachjury fließt zu 50 Prozent in das Ergebnis ein. 
Der Musiker und Grafiker Klaus Voormann wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der Freund der Beatles gestaltete unter anderem das Cover des berühmten «Revolver»-Albums.
Cinema for Peace 2011
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. April 2018 08:53 Uhr

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