Justizsenator will Justizvollzug-Stellen weiter aufstocken

Justizsenator will Justizvollzug-Stellen weiter aufstocken

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) will als Konsequenz aus den Fluchten von Gefangenen aus Plötzensee und Tegel das Justizpersonal weiter aufstocken. Statt den bislang angekündigten 50 sollen 60 neue Mitarbeiter befristet eingestellt werden, sagte Behrendt am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses. Behrendt hatte im Februar ein Sofortprogramm für mehr Sicherheit in Gefängnissen angeordnet, um Sicherheitslücken kurzfristig zu schließen. Die Gefängnisse sollen selbst entscheiden können, wo die neuen Mitarbeiter zur Entlastung eingesetzt werden.

Dirk Behrendt

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Justizsenator Dirk Behrendt. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Zwei Berichte von externen Gutachtern hatten am Montag nach den Fluchten von Gefangenen aus Tegel und Plötzensee krasse Sicherheitslücken offenbar. In der Haftanstalt Plötzensee, wo nach Weihnachten vier Strafgefangene auf einmal flohen, haben danach Vorschlaghämmer in der Kfz-Werkstatt ungesichert herumgelegen. Die Flucht eines Gefangenen in Tegel sei gelungen «wegen des fahrlässig unachtsamen Verhaltens des Vollzugspersonals».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. März 2018 19:30 Uhr

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