Autozulieferer Ifa nimmt neues Werk in USA in Betrieb

Autozulieferer Ifa nimmt neues Werk in USA in Betrieb

Sachsen-Anhalts größter Automobilzulieferer Ifa hat in den USA ein neues 60 Millionen Euro teures Werk in Betrieb genommen. Die Halle in der Nähe des bisherigen Standorts erlaube eine deutliche Erweiterung der Produktionskapazitäten, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Haldensleben mit. Nach dem Umzug könne Ifa so in Charleston in South Carolina täglich mehr als 10 000 Gelenkwellen und 4000 Gleichlaufgelenke produzieren, erklärte Vorstandschef Robert Gutsche zur Einweihung am Donnerstag. 120 neue Jobs seien geplant.

Autozulieferer Ifa

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«IFA» steht in Haldensleben auf Fahnen vor dem IFA-Werk. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Ifa beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2500 Mitarbeiter an acht Standorten, davon 600 in Nordamerika. Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet in Sachsen-Anhalt.
Das Unternehmen ging aus dem Gelenkwellenwerk des Industrieverbands Fahrzeugbau (IFA) der DDR hervor. Die Unternehmerfamilie von Nathusius hatte den Betrieb Anfang der 1990er von der Treuhand gekauft. Ifa ist heute auf Antriebswellen spezialisiert und produziert für nahezu allen großen Autohersteller. 
Im Sommer will das Unternehmen einen weiteren Standort beziehen: Ifa zieht in Teile der früheren Halle des Traditionsfahrradbauers Mifa in Sangerhausen im Süden Sachsen-Anhalts. Dabei will es 80 neue Jobs schaffen. Die neue Werkshalle an der Autobahn gehört der Unternehmerfamilie.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 16. März 2018 09:10 Uhr

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