Olympia-Helden hungrig: «Wollten der Mannschaft helfen»

Olympia-Helden hungrig: «Wollten der Mannschaft helfen»

Sogar Uwe Krupp staunte. Dass die drei Pyeongchang-Helden der Eisbären Berlin keine vier Tage nach dem olympischen Finale schon wieder in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen den EHC München auf dem Eis standen, hatte der Coach nicht erwartet. «Ich bin davon ausgegangen, dass die Spieler nach ihrer Rückkehr erst einmal pausieren wollen. Aber das war nicht so, sie wollten spielen», sagte der ehemalige Bundestrainer nach dem 3:2-Sieg gegen den deutschen Meister am Mittwochabend, zu dem Marcel Noebels, Jonas Müller und Frank Hördler ihren Teil beigetragen hatten. 

Trainer Uwe Krupp

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Uwe Krupp reagiert auf den Spielverlauf. Foto: Daniel Karmann/Archiv

«Wir haben das zu dritt entschieden», sagte Noebels. «Wir haben nach dem Finale darüber gesprochen, dass es in den letzten drei Hauptrundenspielen noch um den zweiten Tabellenplatz geht. Und wir wollten der Mannschaft helfen.» Die Entscheidung lohnte sich: «Umso schöner war es, dass wir helfen konnten zu gewinnen», sagte der Silbermedaillen-Gewinner von Südkorea.
Noch lassen den 25 Jahre alten Angreifer die Gedanken an Pyeongchang aber nicht los: «Das verarbeitet man nicht von heute auf morgen. Und ich glaube auch, dass man es lange genießen sollte», sagte Noebels. Nun gehe es allerdings darum, «den Schalter umzulegen». Schließlich stehe mit den Playoffs «die schönste Zeit des Jahres» bevor.
Bis zum Beginn ihrer Viertelfinalserie müssen sich die Eisbären noch steigern. Gegen München hatte Noebels trotz des Sieges «viele einfache Fehler» gesehen. «Die müssen abgeschaltet werden, bevor es dann richtig losgeht», mahnte er. Und das möglichst schon beim Auswärtsspiel gegen die Düsseldorfer EG am Freitag (19.30 Uhr): «Uns erwartet eine gute Mannschaft, die um alles kämpft. Da müssen wir auf jeden Fall besser spielen, um drei Punkte zu holen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. März 2018 10:30 Uhr

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