Programm für Schnellbau-Kitas kommt in Gang

Programm für Schnellbau-Kitas kommt in Gang

Inzwischen stehen die Standorte der ersten 16 Kindergärten aus Fertigteilen fest, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) mitteilten.

«Schnellbau-Kitas» für Berliner Kinder

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Ein kleines Mädchen spielt in einer Kita in Berlin Nord-Neukölln. Foto: Sonja Marzoner/Archiv

Zudem gibt es nach einem Wettbewerb zwei Siegerentwürfe, die nun umgesetzt werden sollen. Baubeginn für die modularen Bauten soll laut Ankündigung vom Mittwoch (17. Januar 2018) im vierten Quartal sein, fertig sollen die ersten im Frühjahr 2019 sein. Insgesamt plant das Land bis zu 35 «Schnellbau-Kitas» mit bis zu 3000 Plätzen.
Hintergrund des Programms, in das 75 Millionen Euro aus dem Investitionsfonds Siwana fließen, ist der stark wachsende Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in der wachsenden Stadt. In dieser Legislaturperiode will Rot-Rot-Grün 25.000 Plätze schaffen, die Gesamtzahl erhöht sich so auf 193.000. Die nun vorgestellten «modularen Kita-Bauten für Berlin» (Mokib) bilden eine Säule der Ausbaupläne, hinzu kommen weitere Programme von Land und Bund.

Bisher keine Flächen in Friedrichshain-Kreuzberg

Elf der zwölf Stadtbezirke profitieren von dem Programm. «Es ist schade, dass Friedrichshain-Kreuzberg bislang keine Flächen benennen konnte», sagte Scheeres. «Aber vielleicht ändert sich das ja noch.» Insgesamt meldeten die anderen Bezirke 89 mögliche Standorte, von denen um die 40 nach diversen Prüfungen als geeignet gelten.
Die Modulbauten aus Fertigteilen sollen weitgehend aus Holz entstehen, aber nach den Worten Lompschers nicht gleichförmig aussehen. Vorteil der Bauweise sei, dass sie individuell an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst werden könnten. Und: «Wir haben eine vereinfachte und beschleunigte Planung sowie einfachere baufachliche Prüfungen und Genehmigungsverfahren.»

Land Berlin ist Bauherr der neuen Kitas

Gebaut werden ein zweigeschossiges Modell mit 60 bis 120 Plätzen und ein dreigeschossiges Modell mit 120 bis 150 Plätzen. Bauherr wird das Land sein, wie Scheeres erläuterte. Nach Fertigstellung wollen die Kitas an die Nutzer übergeben, die dafür keine Miete zahlen, jedoch für den laufenden Unterhalt sorgen müssten. Die Betreiber werden europaweit ausgeschrieben. An einigen Standorten, an denen es bereits Kitas gibt und Modulgebäude angebaut werden, sollen die bisherigen Träger zum Zug kommen.
«Wir haben in den vergangenen Jahren bereits mehr als 35.000 neue Kita-Plätze geschaffen», sagte Scheeres. «Aber beim Kita-Ausbau befinden wir uns weiter in einem Wettlauf mit den stark steigenden Kinderzahlen. Um Schritt zu halten, müssen wir noch mal an Tempo zulegen.» Mit dem «Schnellbau-Kitas» könne Berlin Vorbild für andere Bundesländer sein.
Kindergärten in Berlin
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Kitas und Kindergärten in Berlin

In Berlin gibt es viele Kinder und damit auch Eltern, die nach einer Kita suchen. In jedem der Berliner Bezirke finden sich zahlreiche Kindergärten, die Kinder bis zum Schuleintritt betreuen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Januar 2018 15:22 Uhr

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