Ärger in Berliner Koalition um Privatschulen

Ärger in Berliner Koalition um Privatschulen

In Berlins rot-rot-grüner Koalition gibt es Streit um die Finanzierung privater Schulen.

Anlass ist ein Beschluss der Grünen-Fraktion vom 16. Januar 2017, in dem die Abgeordneten mehr Geld für Schulen in freier Trägerschaft fordern. Bisher seien diese unterfinanziert. SPD-Politiker kritisierten den Vorstoß, über den zunächst «Berliner Zeitung» und «Tagesspiegel» berichtet hatten, am Mittwoch scharf.
Der SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck lieferte sich mit der Grünen-Bildungsexpertin Marianne Burkert-Eulitz ein heftiges Wortgefecht auf Twitter. Er sprach von einem «fehlgeleiteten Antrag» und fragte an die Adresse von Burkert-Eulitz: «Hat Dir die Privatschulen-Lobby den Stift gehalten, als Du Deinen Antrag geschrieben hast?» Die Grünen-Politikerin schrieb unter anderem: «Wir wollen die Schulen nicht kaputtmachen, so wie du, sondern sie mitnehmen.» Langenbrinck warf ihr daraufhin vor, «Lüge zu verbreiten».
Die SPD hatte im Dezember beschlossen, die finanziellen Zuschüsse für Privatschulen anders zu verteilen und dabei auch zu berücksichtigen, ob sie Kinder aus sozial schwachen Familien aufnehmen. Eine generelle Erhöhung der Mittel ist nicht vorgesehen. Auf freie Schulen entfallen in Berlin nach Angaben der Grünen etwa zehn Prozent der Schulplätze.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Januar 2018 11:44 Uhr

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