Staatsanwälte «für den Ort» sollen Jugendkriminalität bekämpfen

Staatsanwälte «für den Ort» sollen Jugendkriminalität bekämpfen

Drei Berliner Staatsanwälte werden sich vom 1. Juli an ausschließlich um jugendliche Straftäter aus Neukölln kümmern, die noch nicht allzu oft Polizeibekanntschaft gemacht haben. Das ist der Kern des Pilotprojekts «Staatsanwaltschaft für den Ort», das Justizsenator Thomas Heilmann und der Neuköllner Jugendstadtrat Falko Liecke (beide CDU) am Mittwoch vorstellten. Die Staatsanwälte sind nur für Neukölln zuständig und sollen sich vor Ort mit den anderen relevanten Institutionen wie Jugendamt, Jugendgerichtshilfe, Polizei, Schulen und Familienrichter abstimmen, betonte Liecke. So verspreche sich die Justiz eine besser koordinierte und effektivere Bekämpfung der Jugendkriminalität, sagte Heilmann.

Falko Liecke, Thomas Heilmann und Sigrid Nielsen

© dpa

Pilotprojekt «Staatsanwaltschaft für den Ort» wurde vorgestellt. Foto: P. Zinken

Mit dem Neuköllner Modell der verstorbenen Jugendrichterin Kirsten Heisig, die auf schnelle Verfahren nach der Straftat setzte, hat das Pilotvorhaben nichts zu tun.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Mai 2015 16:51 Uhr

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