Nach Reparaturpause läuft Wannsee-Forschungsreaktor wieder

Nach Reparaturpause läuft Wannsee-Forschungsreaktor wieder

Nach mehr als einem Jahr Pause arbeitet der Forschungsreaktor des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) am Wannsee wieder. Die Anlage sei nach Reparaturarbeiten hochgefahren worden und stehe Wissenschaftlern in Kürze wieder zur Verfügung, teilte das Zentrum am Donnerstag mit. Während der Arbeiten sei eine Schweißnaht, an der im Jahr 2010 Schadstellen entdeckt wurden, beseitigt worden. Die Naht sei aber nicht relevant für die Sicherheit der Anlage gewesen. Zugleich erhielt die Anlage einen neuen Hochfeldmagneten.

Eingangsbereich des Helmholtz-Zentrums Berlin

© dpa

Der Forschungsreaktor des HZB arbeitet wieder. Foto: Marc Tirl/Archiv

Der Reaktor war Ende November 2013 abgeschaltet worden. Diese Pause war für den Einbau des Magneten nach HZB-Angaben ohnehin vorgesehen. Atomkraftgegner und die Opposition im Abgeordnetenhaus hatten jedoch kritisiert, dass das Zentrum nur unzureichend über Schäden und die Abschaltung informiert habe.
Der Forschungsreaktor BER II wurde 1972 gebaut. Er liefert ausschließlich Neutronen für wissenschaftliche Untersuchungen, die Kernspaltung erfolgt nicht zur Energiegewinnung. Der Mini-Reaktor ist deshalb auch nicht mit einem Atomkraftwerk zu vergleichen. Er geriet in der Vergangenheit auch wegen der Flugrouten des Flughafen BER in die Schlagzeilen, denn die sogenannte Wannsee-Route würde relativ dicht an ihm vorbeiführen. Ende 2019 soll die Neutronenquelle wegen anderer Forschungsschwerpunkte stillgelegt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. Februar 2015 16:29 Uhr

Weitere Meldungen