Sieben Berliner Fälle im Schwarzbuch der Steuerzahler

Sieben Berliner Fälle im Schwarzbuch der Steuerzahler

Mit der millionenschweren Sanierung der Staatsoper, einem mehrere tausend Euro teuren E-Mail-Newsletter und fünf weiteren Fällen hat es Berlin ins neue Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler geschafft. Die massiven Probleme bei den Arbeiten an der Staatsoper seien angesichts des Standorts in einem historisch besiedelten Sumpfgebiet vorhersehbar gewesen, kritisiert der Verein in seinem am Dienstag vorgestellten Buch. Zwar übernehme der Bund Kosten von 200 Millionen Euro, die Bausumme sei inzwischen aber auf 296 Millionen gestiegen, jeder Monat Verzögerung koste eine weitere Million.

Der kurioseste Berliner Fall im Schwarzbuch: Ein Newsletter an Mitarbeiter des Justizvollzugs, der von einer Agentur sprachlich und redaktionell überarbeitet wurde - für 3830 Euro pro Ausgabe. Ein kostenloses Newsletter-Programm der Senatskanzlei sei nicht genutzt worden. «Versteht die Verwaltung jetzt vielleicht ihr eigenes Amtsdeutsch nicht mehr?», fragte der Steuerzahlerbund.
Kritisiert wurden auch eine mehr als 200 000 Euro teure Lichtinstallation an einer S-Bahnbrücke und der Verkauf des Sport- und Erholungszentrums an der Landsberger Allee für einen Euro an einen Investor, der das dort versprochene Spaßbad auch nach mehr als zehn Jahren nicht eröffnet hat.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Oktober 2014 12:58 Uhr

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