Datenschützer kritisiert Flut von Funkzellenabfragen

Datenschützer kritisiert Flut von Funkzellenabfragen

Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix hat eine Flut von sogenannten Funkzellenabfragen durch die Strafverfolgungsbehörden kritisiert. Die massenhafte Auswertung von Handy-Daten sei zum alltäglichen Ermittlungsinstrument geworden, obwohl sie eigentlich nur zurückhaltend eingesetzt werden sollte, sagte Dix am Mittwoch bei der Vorstellung seines Tätigkeitsberichts für 2012. «Hier sollte der Gesetzgeber die Hürden höher legen.» Der Berliner Staatsanwaltschaft hielt er vor, ihm zu Unrecht eine Kontrollbefugnis beim Umgang mit Funkzellenabfragen abzusprechen. «Wenn die Staatsanwaltschaft bei ihrer Linie bleibt, wird es erneut zum Konflikt kommen», sagte der Datenschützer.

Alexander Dix

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Dix warnt vor hürdenloser Funk-Kontrolle. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 27. März 2013 13:40 Uhr

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