Gericht stoppt geplanten Häuser-Abriss für A100

Gericht stoppt geplanten Häuser-Abriss für A100

Die Gegner des umstrittenen Weiterbaus der Stadtautobahn A100 von Neukölln nach Treptow haben vor dem Bundesverwaltungsgericht einen Teilerfolg errungen. Der Abriss zweier Häuser in der Beermannstraße in Treptow ist nach einem Vergleichsvorschlag des Gerichts vom Tisch. Der Anwalt der Berliner Senatsverwaltung, Henning Berger, erklärte am Freitag in Leipzig: «Der Beklagte ist bereit von der bisherigen Planung abzusehen.»

Die Häuser in der Beermannstraße 16 und 18 bleiben damit erhalten und sollen durch eine Lärmschutzwand vor dem Autobahnlärm geschützt werden. Zudem werden Schallschutzfenster eingebaut. «Es ist ein großer Erfolg, dass die Häuser erhalten werden», sagte Kläger-Anwalt Karsten Sommer. Das Gericht hatte Abwägungsfehler in der Planung kritisiert.
Die Verhandlung von sechs Klagen gegen den Bau des 3,2 Kilometer langen Autobahnteilstücks hatte am Donnerstag begonnen. Die Bundesverwaltungsrichter gaben der Berliner Bauverwaltung noch eine Reihe kleinerer Nachbesserungen am Planfeststellungsbeschluss auf. Das endgültige Urteil soll erst im Oktober fallen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. September 2012 11:22 Uhr

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