Steuerzahlerbund fordert Verzicht auf Hoffest-Sponsoring

Steuerzahlerbund fordert Verzicht auf Hoffest-Sponsoring

Der Steuerzahlerbund hat den Berliner Senat aufgefordert, beim Hoffest mit mehreren tausend Gästen auf Sponsoring zu verzichten. Mindestens ein Viertel des Geldes - rund 89 000 Euro - werde durch Unternehmen mit Landesbeteiligung aufgebracht, kritisierte der Vorsitzende Alexander Kraus. Auf diesem Weg würden auch Steuern und Gebührengelder in das Fest in den Innenhöfen des Roten Rathauses fließen. «Hinzu kommen Sach- und Kulturleistungen, zum Beispiel der Deutschen Oper, des Staatsballetts und des Rundfunkchors, die ebenfalls erheblich aus Steuermitteln subventioniert werden.»

Traditionelles Berliner Hoffest

© dpa

Traditionelles Hoffest des Berliner Senats. Foto: Maurizio Gambarini

Beim Hoffest am heutigen Dienstag werden rund 3500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien erwartet. Gefeiert wird im Hof des Rathauses und auf den Straßen rund um das Gebäude. Zahlreiche Berliner Künstler treten auf, Spitzenhotels und -restaurants bieten Speisen und Getränke an.
Die Finanzierung für das Fest ist seit mehreren Monaten im Internet veröffentlicht. Sowohl Sponsoren wie die gezahlten Summen sind einzusehen. Demnach zahlt die Berliner Stadtreinigung beispielsweise 16 000 Euro für die Präsentation des Unternehmens. 8500 Euro geben jeweils unter anderen die Verkehrsbetriebe BVG, die Wasserbetriebe und das Wohnungsunternehmen degewo.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Juni 2012 11:24 Uhr

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